Wie verhalte ich mich als Fotograf(in) auf einer Hochzeit?

Als ich letztens auf einer Familienhochzeit war, ist mir wieder einmal aufgefallen, warum mich meine Kunden lieben und für Veranstaltungen und Hochzeiten buchen.

Mittlerweile weiß ich, dass es an meiner stillen Anwesenheit liegt. Warum ich dieses heute schreiben, ist schnell und einfach erklärt.

Auf der letzten Hochzeit, wo ich als Gast war, ist es mir wieder aufgefallen, wie sich so manche Fotografen benehmen. Wir wollten gerade in die Kirche gehen, wo jemand hinter uns her polterte und hastig meinte, kann ich schnell vorbei. Es war da bereits 20 Minuten vor Beginn der Trauung. Nerven hat der gute aber. Ich habe mir zum Prinzip gemacht bereits 30 Minuten vor der Trauung komplett fertig da zu stehen. Die Kamera in der Hand um im Vorfeld schon einmal die Gäste zu fotografieren. Es ist immer wieder schön die teils entspannten und teils nervösen Gesichter einzufangen. Auch die Deko in der Kirche in Ruhe zu fotografieren und mir einen optimalen Standort zu suchen. Eventuell noch mit dem Pastor oder Pfarrer zu reden, da jede Kirche ihre eigenen Verhaltensregeln hat.

Während des Gottesdienstes ist es mir sehr wichtig mich nicht großartig zu bewegen und auch dem Brautpaar nicht immer mit meinem Geklicke zu nerven. Leider kann man dieses Geräusch nicht ausschalten! Ein bisschen Abstand ist daher sehr ratsam. Denn bei dieser Trauung, war es wirklich so, dass das Brautpaar von allen Seiten abgelichtet wurde. Auch wenn ich auf leisen Sohlen unterwegs bin (ich verzichte natürlich auf hohe Schuhe und bevorzuge meistens meine Ballerinas).

Wenn das Ja-Wort gegeben worden ist und das letzte Lied erklingt, bewege ich mich langsam Richtung Ausgang. Ich hoffe dann immer, ob auch die Türe leise zu schließen ist um nicht die Aufmerksamkeit auf mich zu richten, sondern weiter alle Blicke auf das Brautpaar gerichtet sind. Bis das Brautpaar die Kirche verlässt, bereit ich mich auf den letzten Part vor.

Was ziehe ich auf einer Hochzeit als Fotografin an?

Nicht auffallend! Ich sehe meistens zu, dass ich eine dunkle Hose trage. Hier bevorzuge ich meistens eine gute dunkle Jeans (natürlich ohne Löcher) oder die klassische Anzugshose, einen passenden Blazer und wenn möglich eine feine Bluse. Im Grunde genommen kleide ich mich meistens wie auch die Gäste. Mein Prinzip ist halt – nicht auffallen!

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